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Christian in Kastro

Christian und sein Abstecher nach Kastro

Mit einem gemieteten Motorroller, einem leichten Sonnenhut und einem neugierigen Geist machte sich Christian auf, die Insel zu erkunden.

Sein erstes Ziel war das malerische Dorf Kastro, hoch oben in den Bergen. Die Fahrt war atemberaubend, aber auch herausfordernd, da die Straßen eng und kurvig waren. Nach einigen wackeligen Minuten, in denen Christian mehr als einmal die Balance verlor, erreichte er schließlich das Dorf. Kastro war ein kleines Juwel mit steinernen Häusern und einer atemberaubenden Aussicht über die Insel.

Christian parkte seinen Roller vor einer urigen Taverne und trat ein. Dort wurde er von Kostas, der thassischen Ikone und Wirt der Taverne, herzlich begrüßt. „Kalimera! Willkommen in meiner bescheidenen Taverne. Überall auf der Welt scheint die Sonne. Yamas!“ rief Kostas fröhlich und bot Christian einen kostenlosen Ouzo an.

„Yamas!“ antwortete Christian und nahm das Glas dankbar an. Er setzte sich an einen der wackeligen Holztische und ließ die Atmosphäre auf sich wirken. Die Taverne war einfach, aber gemütlich, mit Holzbalken an der Decke und rustikalen Möbeln. Auf den Tischen standen Schalen mit Oliven und Brot, und der Duft von gegrilltem Fleisch lag in der Luft.

Kostas brachte ihm eine Auswahl an traditionellen griechischen Gerichten – Souvlaki, Tzatziki, gegrilltes Gemüse und frischen Salat. Dazu wurde immer wieder Ouzo nachgeschenkt. „Überall auf der Welt scheint die Sonne,“ wiederholte Kostas lächelnd, als er die Gläser auffüllte. Christian fühlte sich wie im Paradies. Das Essen war köstlich, und der Ouzo verlieh dem Nachmittag eine fröhliche, beschwingte Note.

Die Stunden vergingen wie im Flug. Christian genoss die herzliche Gastfreundschaft, plauderte mit Kostas und den anderen Gästen und verlor völlig das Zeitgefühl. Als die Sonne begann, sich hinter den Bergen zu senken, dämmerte es ihm, dass er noch den Rückweg zu seiner Pension antreten musste. Ein Blick auf den leeren Ouzo-Krug ließ ihn jedoch zweifeln, ob er in der Lage wäre, die kurvigen Bergstraßen sicher zu befahren.

„Kostas, mein Freund, ich muss mich auf den Weg machen,“ sagte Christian, während er sich leicht schwankend von seinem Stuhl erhob. Kostas lachte herzlich. „Ach, bleib doch noch ein bisschen! Die Nacht ist jung und der Ouzo ist kalt!“

Doch Christian bestand darauf, aufzubrechen. Mit einem letzten „Yamas!“ und einem etwas unsicheren „Efcharisto!“ stieg er auf seinen Motorroller und fuhr los. Die Fahrt den Berg hinunter erwies sich als abenteuerlicher als gedacht. Der Ouzo hatte seine Sinne etwas getrübt, und die engen, kurvigen Straßen verlangten ihm alles ab.

Plötzlich tauchten Ziegen auf der Straße auf. Eine ganze Herde blockierte den Weg und starrte ihn neugierig an. „Na toll, genau das habe ich jetzt gebraucht,“ murmelte Christian und versuchte, sich einen Weg durch die Ziegen zu bahnen. Doch die Tiere hatten andere Pläne. Sie schienen nicht gewillt, ihren Platz zu räumen, und Christian musste immer wieder anhalten und ausweichen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit gelang es ihm endlich, die Ziegen hinter sich zu lassen. Doch das nächste Hindernis ließ nicht lange auf sich warten. Ein Schlagloch, das größer war als erwartet, brachte seinen Roller zum Schwanken, und er musste alle seine Fahrkünste aufbieten, um nicht in den Graben zu fahren.

„Das war knapp,“ dachte er und versuchte, sich wieder auf die Straße zu konzentrieren. Mit jedem Kilometer, den er hinter sich brachte, fühlte er sich etwas sicherer. Schließlich erreichte er seine Pension, etwas durchgeschüttelt, aber wohlbehalten.

Er parkte den Roller, stieg ab und atmete tief durch. „Was für ein Tag,“ sagte er zu sich selbst und lachte. „Wenn das ein Vorgeschmack auf das Leben in Thassos ist, dann kann ich es kaum erwarten, was morgen passiert!“

Mit einem Lächeln auf den Lippen betrat er seine Pension und fiel erschöpft, aber glücklich ins Bett. Er wusste, dass dies erst der Anfang eines unvergesslichen Abenteuers war. Und wer weiß, vielleicht würde ihm Kostas morgen wieder einen kostenlosen Ouzo anbieten – „Überall auf der Welt scheint die Sonne. Yamas!“

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